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Soziales Engagement

Der Bildungsplan für Realschulen in Baden-Württemberg sieht seit dem Jahr 2004 für alle Schülerinnen und Schüler die Teilnahme an einem themenorientierten Projekt (TOP) „Soziales Engagement“ vor. Dieses Projekt hat das Ziel, Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Menschen zu wecken und zu fördern. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet dies, eigene Schwächen und Stärken kennen zu lernen, ihre Kommunikationsfähigkeit zu erweitern, ihre Teamfähigkeit zu verbessern und dadurch Verhaltenssicherheit zu erwerben und die eigene soziale Kompetenz zu stärken.

Die Schülerinnen und Schüler erwerben vor allem Sozial- und Personalkompetenz. Sie erleben bei der Durchführung dieses TOPs Gemeinschaft und Solidarität und erfahren, dass sie als Person wichtig sind und gebraucht werden. Bei den Personalkompetenzen stehen Schulung der Wahrnehmungsfähigkeit, sozialen Sensibilität und Entwicklung von Ver-ständnis und Toleranz im Vordergrund. Wesentliche Elemente des verant-wortlichen Umgangs sind Kommunikations- und Teamfähigkeit. Fach- und Methodenkompetenzen sind die dazu nötigen Voraussetzungen. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren den gesamten Prozess in einer individuellen Projektmappe.“

(Vgl. Bildungsplan Realschule 2004, http://www.bildung-staerkt-menschen.de/service/downloads/Bildungsstandards/Rs/Rs_TOP%20SE_bs.pdf

An der Realschule Creglingen wird das Projekt „Soziales Engagement“ in der Klassenstufe 8 während drei gesondert ausgewiesener Wochen durchgeführt.
Die Schülerinnen und Schüler werden in einer ersten Phase von ihren Klassen- und Fachlehrern (Deutsch, EWG, MUM, Religion, NWA und andere) in das Projekt eingewiesen und auf die Anforderungen vorbereitet.
In einer zweiten Phase findet die eigentliche Durchführung statt. Dabei sind die Jugendlichen in einer Einrichtung, in der sie sich sozial engagieren können, wie z. b. in einem Altenheim, Kindergarten Tierheim oder … Dieses Praktikum / Projekt wird von den Jugendlichen dokumentiert und bis zur dritten Phase so vorbereitet, dass sie es abschließend in ihrer Klasse präsentieren können.

Zeitplan im Schuljahr
September/Oktober:  Information der SchülerInnen
Elternabend mit Information der Eltern
Schüler suchen (unterstützt von Eltern und Lehrern) einen Praktikumsplatz
November : Abklärung aller Praktika in der Schule
erste Projektphase:
Vorbereitung der SchülerInnen an der Realschule
Februar : zweite Projektphase:
Durchführung des Praktikums und Dokumentation durch die SchülerInnen
bis 31.03. Eingang der Beurteilungen durch die betreuenden Einrichtungen an der RSC
April/Mai:  dritte Projektphase
Präsentation der Praktika vor der Klasse
bis Ende des Schuljahres Benotung des TOP durch die Lehrer
(Testat mit Note und Verbalbeurteilung liegt dem Zeugnis bei)

Der Praktikumsplatz sollte von den Schülerinnen und Schülern eigenverantwortlich gesucht werden – die Eltern unterstützen ihre Kinder dabei, wenn es nötig ist.
Bei Fragen stehen die Klassenlehrer zu Verfügung.
Es gibt auch (in begrenztem Umfang) die Möglichkeit das TOP „Soziales Engagement“ an der Realschule Creglingen durchzuführen: Ausbildung als Sportmentoren, Nachhilfementoren, verschiedene Projekte – aber auch hier ist die Initiative der Jugendlichen gefordert!
Da das Praktikum Teil des Unterrichts ist besteht eine Teilnahme- und Entschuldigungspflicht!
Während der Dauer des Praktikums sind die Schülerinnen und Schüler über die Schule bei der Tätigkeit und auf dem Weg zur Praktikumsstelle versichert. Die freiwillige Zusatzversicherung ist an der RSC aus diesem Grund ebenfalls Pflicht für alle Achtklässler.
Das Sozialpraktikum wird mit dem Einverständnis und der Mitarbeit der Eltern durchgeführt.
Die Schule betreut den Praktikanten über einen Ansprechpartner, der auch Kontakt zu der betreuenden Einrichtung hält und bei Problemen oder Fragen als Kontaktperson zur Verfügung steht.
Das Praktikum sollte in der zweiten Praktikumsphase einen Zeitraum von mindestens 20 Stunden abdecken – Sonderregelungen (z.B. Absolvierung eines Praktikumsteils zu anderen Zeiten) müssen mit dem Klassenlehrer im Vorfeld abgeklärt werden!
Die betreuende Einrichtung
Die betreuende Einrichtung sollte den PraktikantInnen einen Ansprechpartner nennen, dessen Aufgaben in folgenden Punkten liegen:

Vorstellung der Einrichtung und ihrer Arbeit
Einweisung der Schüler in ihr Tätigkeitsfeld (versch. Bereiche)
Beantwortung von Fragen / Unterstützung bei der Tätigkeit
Rückmeldung an den betreuenden Lehrer
Beurteilung der Schüler (Beurteilungsbogen von der RSC)

In der dritten und letzten Projektphase präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihr Praktikum vor der Klasse und dem beurteilenden Lehrer und geben eine ausgearbeitete Projektmappe ab.
Die Anforderungen für die Dokumentation und Präsentation werden mit den 8.KlässlerInnen während der Vorbereitung (erste Phase) genau besprochen!
Bewertung und Benotung
Die betreuenden Einrichtungen erhalten von der Realschule Creglingen einen kurzen Beurteilungsbogen, den sie bitte am Ende des Praktikums über jeden Praktikanten ausfüllen und vielleicht noch durch eine kurze verbale Beurteilung ergänzen.
Die Praktikumsmappe und die Präsentation vor der Klasse wird von einem Lehrer der RSC beurteilt und benotet!
Am Ende des Schuljahres erhalten die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Zeugnis ein Testat über das absolvierte TOP „Soziales Engagement“.
Dies enthält eine verbale Beurteilung durch den Lehrer, in welche aber auch die Rückmeldung durch die Einrichtung einfließen wird.
Außerdem wird das Projekt mit einer Note bewertet.

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